Von Christine Nagler und Armin Tschager
vom 02.08.2007 bis 26.08.2007
INFOS:
bei Weiterflügen unter 4 Stunden über Moskau nach Irkutsk wird das Gebäck automatisch weitergeleitet
In Moskau muss vom internationalen auf den nationalen Flughafen gewechselt werden
Banken nur in großen wichtigen Ortschaften
Bankomatschalter nur in Irkutsk und Ulan Ude
Hotels nur in größeren Ortschaften – Privatzimmer schwer zu finden, da nicht ausgeschildert
wild campen überall erlaubt – super Plätze am Strand – würde man nie meinen, dass dies Sibirien ist
Lebensmittel überall erhältlich vor allem Wodka und Bier
kleine einfache Gaststätten gibt es in jeder Ortschaft und entlang der Hauptstrassen, bei denen man vorallem Tee und die Leibspeise “Pelmeni”, welche von den Einheimischen zu jeder Tageszeit verspeist werden, erhaltet
es gibt keine offizielle reguläre Fähre zwischen der Republik Burjatien und den Gebiet Irkutsk über den Baikalsee
das Übersetzen von Burjatien auf die Insel Olchon kann zwar bei privaten Schiffsbesitzern gebucht werden, wird aber nur bei sehr guten Wetterverhältnissen durchgeführt
Roadbook
Irkutsk - vor Kultuk : KM 88 – HM 1374
Kultuk – etwas nach Vydrino : KM 121 – HM 931
Vydrino – Boyarskiy : KM 117 – HM 815
Boyarskiy – Oshurkovo : KM 127 – HM 395
Oshurkovo – Ulan Ude : KM 28 – HM 75
Ulan Ude – Khaim : KM 122 – HM 939
Khaim – etwas nach Turka : KM 76 – HM 226
Turka – Ust – Barguzin : KM 94 – HM 370
Ust – Barguzin – Yarikta im Baruguzintal : KM 110 – HM 402
Yarikta – Kharamodun : KM 105 – HM 252
Kharamodun – Chitkan : KM 110 – HM 265
Chitkan – Ust – Barguzin : KM 52 – HM 135
Ust – Barguzin – Insel Olchon : Überseztung mit privatem Kutter ca. 10 Stunden bei guten Verhältnissen
Khuzhir – Khoboy – Peschanka : KM 66 – HM 1011
Peschanka – Khuzhir : KM 25
Khuzhir – Mukhur Bucht : KM 54 – HM 754
Mukhur Bucht – Bayanday : KM 119 – HM 1608
Bayanday – Irkutsk : KM 137 – HM 671
| Radreise Baikalsee |
CHINA 2007 – SICHUAN
von Andreas Giuliani
15/08/07 – 03/09/07
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| China-Sich |
Infos:
Interessantes:
Strecke mit dem Fahrrad:
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| Pakistan China Radreise |
Die Pakistaner sind sehr nette und hilfsbereite Leute. Als italienischer Staatsbürger hat man generell in den Islamischen Ländern keine Probleme, da man immer gut angesehen ist. Die ausländischen Frauen sollten vor allem in den großen Städten und auf den Bazars eine Kopfbedeckung tragen.
In der Northern Area sind die Pakistaner sehr tolerant und selbst die wenigen einheimischen Frauen gehen ohne Kopfbedeckung durch die Gegend. Essen ist unterwegs kein Problem da immer Essstände und Brot auf der ganzen Strecke erhältlich ist.
Sobald man die chinesische Grenze überschreitet, bekommt man mit der sehr genauen, bürokratischen chinesischen Polizei zu tun. Es fehlt einem gleich die Freundlichkeit und die Flexibilität der Pakistaner. Im Xinjang ist die Bevölkerung gemischt. Es gibt Chinesen, Pakistaner und Russen. Zwischen dem Kunjerab Pass bis Kashgar leben vor allem chinesische Kirgisen die Moslems sind. In Kashgar, außer in Old Kashgar, sieht man die chinesische Invasion.
Rund um der Stadt werden Strassen gebaut, große Einkaufszentrum sowie und Paläste. Man kann nur hoffen, dass Old Kashgar erhalten bleibt. Kashgar war circa 2000 Jahre lang die wichtigste Handelsstadt der Seidenstrasse. Wenn man durch Old Kashgar geht merkt man immer noch etwas davon.
Den einheimischen Main Bazaar (Khyber Bazaar um Chowk Yadgar) von Peshawar, eine Stadt neben der afghanischen Grenze.Talechi wo man den Nanga Parbat 8125mt sieht.Das Tal Baltistan, wo sich der Masherbrum 7821mt befindet.Karimabad, von wo man den Rakaposhi 7788mt und den Ultar II 7388mt sieht.Gulmit nettes Dorf und auch Passu, von wo man von der Strasse aus die Gletscherzunge vom Passu Gletscher sieht.Die Strecke von Sost bis auf den Kunjerab Pass ist sehr schön, sowie der erste Teil vom Pass runter bis Tashkurgan (China). Circa 100km nach Tashkurgan liegt der Kara Kul See, er liegt an den Füssen der zwei Bergen Muztagh Ata 7546mt und der Mt. Kongur 7719mt. Achtung dieser See ist eine sehr gut Verkaufte, überlaufene Touristendestination. Busse reicher Chinesen kommen her um den See zu bewundern. man findet aber etwas entfernter vom Komplex einen netten Platz wo man das Zelt aufstellen kann. Zwei nette Städte sind natürlich auch Kashgar und Upal.
Sost (Pakistan) bis Tashkurgan (China) muss man im Bus fahren. Die Chinesen lassen keinen vom Kunjerab Pass nach Tashkurgan mit dem Fahrrad fahren, man kann auf pakistanischer Seite bis auf den Pass mit dem Rad fahren und dann wieder nach Sost zurück.In Pakistan gibt es viele Murenabgänge, da das Gestein sehr brüchig ist und es eher stark regnet. Zwischen den zwei Strecken Besham – Dasu und Dasu – Chilas (außer in den Städten) gibt es Unterwegs kein Wasser zu kaufen. Wasserfilterpumpe mitnehmen! Auch zwischen Tashkurgan und Ghez gibt es wenig Möglichkeiten Wasser und Nahrungsmittel zu kaufen. Nur in Kara Kul gibt es Tee, Brot und Reis in den Yurten.
Von Andreas Giuliani und Alexander Schmid – August 2005
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| Kirghisien Radreise |
Unser heuriges Ziel hiess Kirgisistan. Reiseliteratur und dementsprechende Infos sind schwer zu finden. So mussten auch wir generelle Infos aus dem Lonely Planet, Central Asia, entnehmen. Wir besorgten uns eine kirghisische Stassenkarte und anhand der planten wir unsere Radreise, die uns 3 Wochen um den Issy Kulsee führen sollte. Wir buchten einen Flug mit Aeroflot, von München über Moskow nach Bishkek. Für italienische Staatsbürger ist ein Visum notwendig, das per Post in Genf ( Schweiz ) in der kirghisischen Botschaft angefordert werden kann. Unsere Reise mit dem Fahrrad begann direkt am Flughafen. Nachdem wir die Fahrräder am Parkplatz des Flughafens zusammengestellt haben sind wir die 30 km in die Haupstadt Bishkek geradelt. Nach erste Verständigungsschwierigkeiten in der russischen Sprache, sind wir zum kirghisischen Infocenter gelangt. Dort haben wir ein Permit für die Zone um Enghilchek angefragt ( Mindestdauer der Berarbeitung 3 Tage, Preis 10 US Dollar ), welches wir dann später in Karakol abholen konnten. Gegen unseren ursprünglichen Plan entschlossen wir noch am selben Tag Richtung Issy Kulsee weiter zu radeln.
09.08.2005
Die erste Etappe fùhrte uns vom Flughafen in Bishkek nach Tokmok, wobei die Stasse aus ewig langen Geraden besteht, mit sehr starken (stinkigem) Verkehr. Circa 200 mt vor Tokmok haben wir auf rechten Seite bei einem kleinen Bach das Zelt aufgestellt. In Tokmok haben wir Proviant gekauft. Temp. beim radeln ca. zwischen 35 – 40°C, aber sehr trocken.
10.08.2005
Die zweite Etappe sollte uns an den Issy Kul See führen. Die ersten 50km waren eine sehr lange, gerade Strecke, dann circa 20km durch eine Schlucht ( auf und ab ) bis man aufs Issy Kul Hochplateau gelangt. Am See angelangt ( umgeben von kirghisischen Badegäste, die uns blöd anstarrten ) machten wir unseren ersten Schwattler. Gezeltet haben wir etwas ausserhalb von Balykchy am Stand. Unruhige Nacht, da andauernd besoffene Jugendliche an den Strand kamen.
11.08.2005
Gemütlichere Etappe der Küste entlang, mehrmals an den Stränden angehalten, da diese laut Lonely Planet sehenswürdig sind.Unserer Meinung nach sind die Strände eher langweilig und sehr verschmutzt. In Cholpon Ata, Hochburg für russische und kasakische Touristen, haben wir Proviant eingekauft und sind schwimmen gegangen. Es war unmöglich einen Zeltplatz am Strand zu finden, da die Küste von Resorts besetzt ist. So haben wir unser Zelt in Dunkelkeit in einem Kornfeld aufgestellt.
12.08.2005
Nach Cholpon Ata wird der Verkehr weniger, da keine die Touristenresort mehr vorhanden sind. Ab Ananeco ( wo wir in der einzigen Pude gespeist haben ) wird das Panorama sehr interessant. Man fährt durch kleine Dörfer ( die sich entlang der Strasse befinden ) mit den typischen kirghisischen Bauernhöfen. Wollten nur bis Typ fahren, da aber in Tüp das Wetter sehr schlecht aussah und es dort keine Betten im Trockenen gab, entschlossen wir uns nach Karakol weiter zu fahren. Vor Tüp und zwischen Tüp und Karakol gibt es schöne Zeltmöglichkeiten. In Karakol ( Ausgangspunkt verschiedener Trekkingsunternehmen ) haben wir im Guesthouse Neofit eine nette Unterkunft gefunden ( 500 Som fùr ein Doppelzimmer ).
13.08.2005
Permits fùr Englichek abgeholt und etwas relaxt!
14.08.2005
Aufbruch Richtung Englichek, erster wolkenloser Tag in Kirgistan. Ca. 40km bis Ak-Bulung, eher ebene Strasse, aber in schlechtem Zustand. Dort fängt eine steile Strasse an, bis auf ca. 2760mt, wo sich ein breites Tal öffnet. Dieses Tal besteht aus weiten Almwiesen mit Bauernyurten, die Viehzucht haben. Wunderschönes Panorama. Am Ende von diesem Tal biegt die Strasse links bergauf ab. Auf ca. 3400mt und ca. 8km vor dem Pass haben wir auf einer Wiese, neben einem Bach, unser Zelt aufgebaut. Um 20.00 Uhr abends war eine Aussentemperatur von 0°C.
15.08.2005
Morgens letzte km bis zum Pass hinauf, sehr schöner Ausblick. Die Abfahrt bis nach Englichek, ca. 60 km ( 1100 – 1200 Höhenmeter ) ist durch eine karge Landschaft gekennzeichnet. Es gibt dort keine Möglichkeit Proviant einzukaufen oder etwas zu essen. Nach der Passkontrolle in Englichek ( altes verfallenes Industriezentrum ) sind wir ca. 16 km Tal reinwärts geradelt, bis zum Trekkingcamp Maida Adyr ( wo auch nächste Passkontrolle ist ). Da das Wetter schlecht wurde, haben wir entschlossen dort in einem Zelt zu übernachten und dort zu essen. Insgesamt für Abendessen+Übernachtung+Frühstück haben wir 24 USD für 2 Personen gezahlt, eher teuer für kirghisische Verhältnisse!
16.08.2005
Nach nährhaftem Frühstück sind wir Tal reinwärts gestartet, Richtung Gletscher. Sandstrasse und loser Schotter mit ständigem auf und ab ( sehr anstengend ). Sind nach ca. 20km bei letztem mit Jeep erreichbaren Trekkingcamp angelangt, sind ca. 2km weitergeradelt. Von dort aus haben wir den Ausblick genossen und dann zum Trekkingcamp Khan Tengrin zurück wo wir mittag gegessen haben ( sehr gut,aber auch sehr teuer ). Da sich Gewitter ankündigten entschlossen wir nach Englichek zurückzufahren und wollten auch noch ein Stück Richtung Pass hinauf fahren, da aber starker Regen einsetzte blieben wir bei einem verfallenen Kondominium der Bergwercke stehen. Im Kondominium auf Appartment Nr. 47 stellten wir unser Innenzelt ( wegen hygienischen Gründen ) auf. Durchnässt legten wir uns sofort in unseren Schlafsack.
Unsere ursprünglich geplante Route von Englichek über mehrere Pässe nach Barkoons war nicht durchführbar, da Muren nach dem strengen Winter mehrere Brücken weggetragen haben. Eine Alternativroute von Englichek entlang der kazachischen Grenze bei Koolü hinein, war wegen dem schlechten Wetter und mangelhaftem Proviant auch nicht möglich.
17.08.2005
Temperatur am morgen 8°C und es fing bereits an zu nieseln, vor uns wieder die Rückfahrt über dem Chonashu Pass. Hätten gerne eine Mittfahrtgelegenheit akzeptiert ( da es eher stark regnete ) sind aber den ganzen Tag keinem Fahrzeug begegnet. Mussten somit die Zähne zusammenbeissen und durch starken Wind, Regen und zum Schluss starken Schneefall den Pass mit Rad überwinden. Oben angelangt träumten wir von einem warmen Bett und einer warmen Mahlzeit. So beschlossen wir bis Karakol durch zu halten ( es regnete bis Karakol ).
18.08.2005
Ruhetag, Sachen waschen und trocknen lassen.
19.08.2005
Aufbruch von Karakol um entlang der Südküste wieder nach Bishkek zurück zu kehren. Ca. 17 km nach Karakol sind wir links abgebogen und ein Tal hineingefahren bis nach Jeti Oguz. Jeti Oguz ist eine interessante aus rotem Sandstein bestehende Landschaft. ( Karakol – Jeti Oguz ca. 33km )Dann radelten wir weiter Richtung Tamga, die Küstenlandschaft ist sehr schön ( 20 mal schöner als andere Seite, auch wenn diese Seite vom See vom Lonely Planet wenig beschrieben wird ). Es sind sehr schöne menschenleere Strände vorhanden. In Tamga sind wir schwimmen gegangen und haben dort in der Nähe am Stand gezeltet.
20.08.2005
Wegen Übelkeit ( Abendessen in Yurta ) kurze Etappe und am Strand relaxt, wo wir auch geschlafen haben.
21.08.2005
Von Tong ziehen wir bis 25km nach Balykchy ( Richtung Tokmok ) durch,vobei ein kleiner Pass von 2200mt zu überwinden war. Anfangs fuhren wir noch bei schönen Stränden vorbei, aber der Grossteil der Strecke führte ins Landesinnere. Haben neben einem Fluss gezeltet und unsere Vorfeude auf selbstgekochte Nudeln wurde durch einen Defekt am Benzinkocher zerstört. So stand auf dem Tagesmenu Brot mit Olivenöl und als Nachtisch M&Ms.
22.08.2005
Vermeintlich leichtere Etappe zurück nach Tokmok wird durch starkem Gegenwind und schlechtem Wetter zu einer Qual. Nach einem Rast in Tokmok beschlossen wir ( wieder wegen schlechten Wetter )bis nach Bishkek durch zufahren. Übernachtung im MBA Business Center Hotel ( 450 Som Doppelzimmer ).
23.08.2005
Ausflug in den Ala Archa nat. Park, wo wir ein paar Tage verbringen wollten ( dort sind schöne trekking Tagestouren möglich ). Beim Alplager auf 2119mt ( bis hierher schöne Strasse ) schöne Zeltmöglichkeiten, jede Menge Feuerstellen, aber sehr dreckig,da die Gegend am Wochenende ein beliebtes Ausflugsziel fùr Bewohner von Bishkek ist. Neben Bach am Alplager gezeltet.
24.08.2005
Bereits morgens schaut das Wetter sehr schlecht aus. Ca. 1 Std später fing es an zu regnen und es wurde kalt ( keine Wetterbesserung in Aussicht ). Um den Tag nicht im Zelt zu verbingen, beschlossen wir nach Bishkek zurück zu kehren.Wo wir uns für die nächsten Tage im MBA einquartierten.
25.08.2005
Tagesausflug ins Alamedintal. Ahnliches Tal wie Ala Archa nur weniger Touristen, aber Unterkünfte viel schöner.
26.08.2005
Bishkek angeschaut, vorallem den Oshbazaar, wo man auch günstig Souveniers kaufen kann.
27.08.2005
Regentag in Bishkek, abends zum Flughafen geradelt. Um 18.00 Uhr in Bishkek gestartet mit Regen und 11°C ( graussig ). Am Flughafen Fahrrad abgebaut und dann dort geschlafen.
Von Andrea Giuliani und Alexander Schmid – August 2004
Bericht
Ankunft in Dehli um 3.30 Uhr. Bis 8.00 Uhr im Flughafen geschlafen, dann mit Stadtbus zum Busbahnhof, von wo wir um 18.00 Uhr den Bus nach Manali genommen haben.
Um 10.00 Uhr morgens – nach heisser Busnacht – in Manali angekommen (16 Std Fahrt ). Von dort mit einem Taxi nach Old Manali gefahren (befindet sich auf einem Hügel). Dort nettes Guest House gefunden – Tourist Nest Guest House. Rad zusammen gebaut und den Radkarton dort gelassen für Leute, welche die Radtour in die andere Richtung machen.
Ruhetag und Proviant eingekauft. Gehört, dass die Strasse Richtung Leh über den Rothang La Paß wegen mehreren Murenabgängen gesperrt ist…tolle Aussichten!
Start um 6.00 Uhr, Strasse oft unterbrochen wegen Murenabgängen. Teilweise durch tiefen Schlamm geradelt – sehr anstrengend! Fast bei jedem Teehouse Teestop gemacht. Anstrengung und Durst waren groß. Um 14.00 Uhr am Pass (Rothang La) angekommen. Hier war es windig und frisch; so sind wir nicht lange stehen geblieben und hinunter bis zur Abzweigung nach Spitivalley gefahren. Dort Dalbat gegessen. Dann ein paar Kilometer weiter nach Khoskar –wo wir die erste Passkontrolle hinter uns brachten. Hier haben wir neben einem Fluss gehalten und das Zelt aufgestellt (3070mt).
83,45 km und 2080 Höhenunterschied
Gegen 8 Uhr nach Frühstück und Wasserfiltern gestartet. Strasse bis Dorf Tandi ging immer auf und ab, Landschaft war noch grün und man sah noch ein paar Gletscher. Von Tandi ging es weiter bis Keylong, wo wir auch etwas gegessen haben (Dahlbat – Ciabatti und Tee).Wollten nur bis Darcha, um dort im Flussbett zu schlafen, hatten aber Angst wegen Hochwasser, sind somit weiter gefahren. Das Gelände rundherum war steil so mussten wir noch 16 km bergauf fahren, um endlich in Patseo (3750 mt) einen flachen Schlafplatz zu finden. Patseo ist eigentlich ein Militärplatz, haben etwas ausserhalb der Militärstation unser Zelt aufgestellt. Es war fast finster, 18.30 Uhr, so haben wir uns schnell abgewaschen (sehr kalt) und etwas gekocht. Haben uns dann gleich in den warmen Schlafsack verkrochen.
89 km und 1600 Höhenunterschied
Wecker um 6.00 Uhr, jedoch bis wir startbereit waren wurde es 8 Uhr. Beim Militärposten Zing Zang haben uns die Soldaten einen Chai spendiert. Von dort aus führt ein ewiger Schotterweg, der von kleinen Bächen durchquert wird, bis zum Baralacha La (Pass) auf 4890 mt hinauf. Dort eine Weile das Panorama bewundert. Die karge Landschaft, typisch für Ladakh, fängt hier an. Nach circa 5 km Abfahrt sind wir bei Zelten stehen geblieben. Hier wird für Touristen Essensproviant verkauft. Wir haben dort gerastet und gegessen. Später sind wir bei einem kleinen See vorbei gefahren und im Sarchutal gelandet. Neben dem Militärplatz Sarchu (4280 mt), nach Passkontrolle vor Brücke etwas abseits der Straße haben wir unser Zelt aufgebaut. Gleich wurden wir von Militärs und Postleuten umzingelt, die uns Ratschläge gegeben haben über den Zeltplatz. Die Postleute haben uns in ihre Blechbaracke eingeladen einen Tee zu trinken.
64 km und 1162 mt Höhenunterschied
Am Anfang radelten wir für zirka 24 km auf einer schönen Strasse entlang dem Fluss. Mondartige Landschaft mit vielen Seitentälern. Dann fing eine Serpentinenstrasse (21 Kata Loops) an. Auf 4800 mt dachten wir, dass der Pass erreicht wäre, mussten aber wieder auf 4670 mt runter und auf den effektiven Lachanlang La 5065 mt hinauf. Es war eine sehr steile und anstrengende Auffahrt, mit Schotter und Asphalt gemischt. Auf dem Pass war der Asphalt, wegen der Hitze und Höhe, so weich, dass wir mit den Schuhen eingesunken sind. Haben ein paar Fotos gemacht, etwas getrunken und sind dann wieder weiter. Die Strasse nach unten führte durch eine enge Schlucht, sehr schön, aber auch sehr schlechte Strasse. Auf Halbweg nach unten haben wir Schüttelbrot mit Kaminwurz gegessen, ein Genuss! Sind dann bei engen Erdpyramiden vorbeigefahren. 1 km nach Pang und einer weiteren Passkontrolle, haben wir neben einem Bach unser Zelt aufgestellt, auf 4630 mt.
78,61 km und 1165 Höhenunterschied
Am Morgen waren es +5° im Zelt. Nach 200 Höhenmeter waren wir auf der Moore Ebene angelangt, welche ein circa 35 km langes Hochplateau ist. Es ist eine sehr schöne Landschaft mit vielen Talabzweigungen. Fast am Ende der Moore Ebene, circa 29 km vor dem Taglang La, geht rechts eine Abzweigung nach Tsokar weg ( nur eine Sandpiste, keine richtige Strasse ). Dieser Sandstrasse sind wir bis zum Salzsee Tsokar gefolgt. Haben den See linker Hand umfahren, 15 km rauf und runter, auf tiefer Sandstrasse ( es wird gerade eine neue Strasse gebaut ). Am Ende vom See links ein Tal hinaufgefahren, bei Nomadenzelten vorbei, bis zum Polo Kongka Pass 4920 mt. Vom Pass eine Schotterstrasse hinunter bis zu Angkung ( eine Buddistische Schule ).Gleich danach neben einem Bach auf einer schönen Wiese das Zelt aufgebaut und etwas gekocht. War ein mühsamer Tag; sehr anstrengend, im Sand zu fahren. Wir hatten keinen Permit für Tso Moriri Lake.
92,2 km und 766 mt Höhenunterschied
Wecker 6 Uhr. Beim Frühstück ist neben uns eine Herde Jak vorbei. Nach 1 km sind wir bei den heissen Quellen von Puga vorbei (sind nur Schwefelablagerungen ). Im Dorf Puga befindet sich die Abzweigung zur Mahebrücke oder zu den Seen. Wir sind rechts zu den Seen gefahren. Nach 10 km Schotterweg sind wir zum Namshang La auf 5050 mt gelangt. Von dort runter zum Thazand Guru See – sehr schönes Panorama. Von hier aus sieht man die Berge von Tibet. Die Strasse um den See war eine Wellblechpiste, sehr mühsam mit dem Rad. Wieder rauf auf 4950 mt und dann endlich runter zum Tso Moriri Lake. Am See hat es begonnen zu regnen und es war auch sehr kalt. Wir hatten keinen Permit und etwas weiter wäre eine Kontrolle gewesen, so sind wir ein paar km zurückgefahren und haben dort neben Flussbett gezeltet. Haben etwas gekocht und sind dann wegen dem Regen ins Zelt. Die Nacht hat es auch etwas geschneit. Geschlafen auf 4790 mt.
47,53 km und 582 mt Höhenunterschied
Es hat fast die ganze Nacht durchgeregnet und auch etwas geschneit, aber zum Glück hat es kurz vor unserem Start aufgehört. Sind den Weg bis Puga wieder zurück und von dort bis zu Mahebrücke. Vom Namshang La bis zur Brücke sind es 14 km fast immer abwärts. Von der Mahebrücke aus bis Leh ist eine 160 km lange Asphaltstrasse. Die Strasse führt den Indus entlang, es geht aber immer auf und ab. Man sieht jetzt wieder sehr viel Militär, weil wir an der Grenze zu China sind. Bei einem Posten haben sie uns aufgehalten und nach dem Permit gefragt. Da wir es nicht hatten mussten wir die längste Zeit handeln, konnten dann aber trotzdem wieder weiterfahren. Haben 100 km vor Leh unser Zelt aufgestellt. Mussten es neben der Strasse aufstellen, da alle schönen und flachen Stellen von der Armee besetzt waren. Geschlafen auf 4150 mt.
104,54 km und 631 mt Höhenunterschied
Die Strasse nach Upshi war schön, das einzige Strenge war der Gegenwind. In Upshi fing der Verkehr und der Massentourismus an. Ab Upshi wird die Landschaft wieder etwas grüner.. Vor Leh geht es noch einen Stich aufwärts .In Leh haben wir uns gleich wegen einer Unterkunft umgesehen. Sind im Oriental Guest House gelandet, sehr sauber und nette Leute. Nach Tagen endlich wieder einmal eine warme Dusche. Leh liegt auf 3500 mt.
105,40 km und 390mt Höhenunterschied.
Haben uns ausgeruht und Leh besichtigt. Mussten unseren Rückflug von Leh nach Dehli bestätigen. Haben uns auch einen Permit für Khardung La besorgt. Um einen Permit zu bekommen, müssen min. vier Leute aufscheinen.
Sind eher spät gestartet. Ein Engländer, namens Ches, ist mit uns raufgefahren, ist dann nach Nubra Valley weiter. Man musste vor 10 Uhr den Checkpoint passieren, da die Strasse ab Halbweg nur ONE WAY ist. Die Strasse bis dorthin war recht bequem zu fahren und nicht so steil. Ab dem Kontrollposten ( 14 km vor Pass ) wurde die Strasse immer steiler. 8 km vor dem Pass war die Strasse voller Löcher. Wegen der Höhe haben wir auch einen schweren Kopf bekommen. Auf dem Pass war es windig und kalt, waren froh warmes Wechselzeug dabei zu haben. Die Abfahrt war sehr schön und rasant, da wir keine Radtaschen dabei hatten. Eine Federgabel wäre nicht schlecht gewesen!! Der Khardung La ist 5605 mt hoch, unsere Höhenmesser haben 200 Höhenmeter weniger angezeigt.
76,03 km und 2000mt Höhenunterschied.
Wieder einen Ruhetag eingesetzt und beschlossen, dass wir noch genügend Zeit haben uns einige Klöster und Lamayuru mit dem Fahrrad anzuschauen.
Start 8 Uhr. Gleich nach Leh, Richtung Lamayuru, ist alles eine Militärzone. Die Landschaft ist sehr karg, aber sehr schön, mit all den Seitentäler und kleinen grünen Oasen mit Klöstern. Die Strasse bis Likir hatte zwei Anstiege. Bevor man Saspol hinunterfährt, geht rechts bei einem Lehmkiosk eine neue Asphaltstrasse nach Likir weg. Das Kloster in Likir ist sehr schön, mit einer grossen Buddhastatue. Von dort sind wir weiter nach Nurla; von der Abzweigung bis zu Saspol sind es circa 8 – 9 km und 500 Höhenmeter runter. In Nurla haben wir uns ein Guesthouse ( Little Tibetan ) genommen.
99,3 km und 1245 mt Höhenunterschied
Am Morgen hat es etwas geregnt. In Khalatse ist es wieder warm geworden und es hat aufgehört zu regnen. Bis nach Lamayuru gibt es zwei Strassen: eine Serpentinenstrasse und die Moonvalley Strasse. Normalerweise muss man, laut Militär, auf der Serpentinenstrasse hinauf- und durch die MOONVALLEY runterfahren, weil es sich um eine sehr enge Strasse handelt und viele Kamions nach Kashmir fahren. Mit dem Rad durften wir sowohl rauf als auch runter durch die Moonvalley – sehr schöne Mondlandschaft. Neben uns waren die Berge weiss aufgrund des Schneefalls der letzten Nacht. Die Moonvalley Strasse ist 12 km lang und eher steil.Lamayuru liegt auf 3550 mt. Haben dort das Kloster angeschaut – sehr schön und super Ausblick auf das Tal. Dann sind wir wieder nach Khaltse zurück und von dort weiter Richtung Saspol. Kurz vor dem Ort biegt man bei der Brücke rechts ab und kommt nach Alchi. Alchi ist ein netter Touristenort. Haben dort auch das Kloster besichtigt und einen Platz zum schlafen gesucht, da es wieder zu regnen anfing. Lotsava Guest House, sehr einfach und sauber.
93,76 km und 1445 mt Höhenunterschied
Haben es uns gemütlich gemachtm, da die Etappe recht einfach war. Von der Brücke aus bis zur Abzweigung nach Likir war ein Aufstieg. Von dort runter bis Nummie, dort etwas gegessen und dann wieder rauf auf einen Pass. Die Strasse von dort geht bis ca 10 km vor Leh abwärts, wo dann der letzte Anstieg bis nach Leh kommt.
70,65 km und 1323 mt Höhenunterschied
Gerastet. In Leh alles geschlossen wegen einem Generalstreik. Vor einigen Jahren wurden bei einer Kundgebung gegen das Militär drei Ladakhi getötet, so wird jedes Jahr zur Erinnerung gestreikt. Gegen Abend hat wieder alles geöffnet, auch der Markt, so haben wir Packmaterial für das Fahrrad gekauft.
Von Leh aus sind wir Richtung Stok gefahren. Stok liegt auf der anderen Flussseite. Von dort aus geht eine Nebenstrasse nach Hemis. Die Strasse ist zwar wenig befahren, aber nicht in optimalem Zustand. In Hemis haben wir das grösste Kloster von Ladakh besichtigt, wo auch jedes Jahr ein Festival stattfindet.Von dort aus sind wir über dem Fluss auf die andere Talseite gefahren und der Hauptstrasse entlang nach Thiksey zurück. Thiksey ist das meisst besuchte Kloster, liegt auch an einem schönen Platz. Von dort aus sind wir wieder nach Leh zurück geradelt.
88,18 km und 856 mt Höhenunterschied
Hatten Glück, weil gerade an dem Morgen im Guest House Engländer angekommen waren, die mit dem Fahrrad die Runde umgekehrt fahren wollen, so haben sie uns die Radkartone geschenkt.
Am Morgen mit Taxi zum Flughafen, dort fünf mal Gepäck und Passkontrolle über uns ergehen lassen und um 8.00 Uhr gestartet. Der Flug zahlt sich aus, man fliegt über die Berge von Ladakh, sehr schöne Aussicht, muss nur hoffen das Wetter passt. Am Flughafen angekommen haben wir ein Taxi genommen und uns zum internationalen Flughafen fahren lassen. Dort haben wir in einer Art Garage (Gebäckdepot) unsere Fahrräder und etwas Gebäck hinterlassen. Von dort sind wir mit dem Bus nach Dehli und im Viertel Paharganj eine Schlafunterkunft gesucht. Dehli ist sehr heiss im Vergleich zu Ladakh.
Morgens Stadt und Sehenswürdigkeiten besichtigt (chaotische Stadt) und gegen Abend mit Bus zum Flughafen gefahren. Am nächsten Morgen um 3.00Uhr ging unser Flug nach Hause.
Von Andrea Giuliani – März bis August 2003
Tùrkei,Iran,Pakistan,India,Sikkim,Ladakh,KashmirÂ
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| Asien Reise Landy |